Rosenmontagsmomente – eine etwas längere Nachlese


Der Rosenmontagszug…
Pünktlich um 14.00 Uhr setzte sich der Zug am Marktplatz in Sieglar in Bewegung, und über dreieinhalb Stunden später erreichten Prinz Holger & Co den Ausgangspunkt wieder. Der Vorbeimarsch der 23 Gruppen dauerte gut eine halbe Stunde – und die Länge des Zugwegs betrug exakt 4,2 km, gemessen von „Pomp“ zu „Pomp“. Dreieinhalb Stunden vergehen dann wie im Flug… Klar, die Kostüme sind manchmal unbequem und unhandlich, aber wenn der Zug erst mal unterwegs ist, dann haben auch die jüngsten Pänz alle Druckstellen vergessen, schmeißen Kamelle wie die Wilden und laufen und laufen und laufen. Denn im Zug mitzugehen, das macht einfach Spaß! Und ja, für diese dreieinhalb Stunden lohnen sich wirklich der ganze Aufwand, die vielen Bastelabende, die Organisiererei und nicht zuletzt auch die Kosten.

Der Rosenmontagszug – und sonst nichts?
Dieses Jahr waren wir Löörer Pänz bereits zum vierten Mal beim „Zoch“ dabei. Und vielleicht war das der Grund, warum ich dieses Mal vor allen Dingen auch das „Drumherum“ so genossen habe: Der Rosenmontag und gerade auch die fünf Stunden vor dem Zug und die fünf Stunden danach haben mittlerweile eine eigene Dynamik bei den Pänz enttwickelt. Eingespielt, gelassen, voller Vor- und Nachfreude. Das geht, weil wir uns und „den Rosenmontag“ mittlerweile gut kennen, weil sich jeder Panz mit dem einbringt, was er gut kann. Und weil es um uns herum Menschen gibt, die die Pänz unterstützen, die gerne mit dabei sind und helfen, auch wenn man mal wieder erst ganz kurzfristig angefragt hat. Eigentlich das ganze Jahr über…

Rosenmontagsmomente
Eine Aufzählung, subjektiv und unvollständig…

  • Unser Rosenmontagsbasislager ist das Anwesen der Familie Broicher – strategisch gut gelegen, große Garage (die am Wochenende bereits von unserem Karnevalswagen und diversen Ausrüstungsgegenständen eingenommen wurde), nicht weit vom Marktplatz entfernt, Küche und Esszimmer gefliest…
    ___ 
  • Los geht es dort um 09.00 Uhr – das schafft eigentlich keine Familie püntklich, außer notgedrungen die Hausherren. Aber jeder Panz ist noch irgendwie im Namen unserer Mission unterwegs – letzte Fragen, noch ‚was einkaufen…
    whatsapp
    ___ 
  • Dann trudeln alle ein – übrigens ohne die kleinen Pänz, die i.a. von den Löörer Großeldere („DANKE!“) erst später hinzugefügt werden – und stürzen sich nach kurzer Begrüßung direkt in die Arbeit:
    ___ 

    • Luftballons mit Gas füllen, verknoten und die Schnur anbinden
      02-img_1129
      ___ 
    • Die Armlöcher unserer Fischkostüme mit einer – Last-Minute-Idee! – Schulterisolierung aus dem Heizungs- und Sanitärhandel versehen
      ___ 
    • Den großen Fisch auf dem Wagen montieren
      06-img_1120
      ___ 
    • Die beiden Hälften der Fischkostüme mit – Last-Minute-Idee! – Kabelbindern am Auseinandergehen hindern. Es wurde vermutet, dass die initial beauftragte Kooperation aus Kleber und Heftklammern spätestens bei Erreichen von Bröhl’s Backes den Dienst quittiert hätte.
      ___ 
    • Die Musikanlage ans Laufen bringen – montiert auf dem Wagen ist sie schon länger, allein, sie muckt sich nicht! Schwieriges Thema. Thomas rotiert, baut eigene Boxenstecker, isoliert widerspenstige Phasen und wäre fast aus der Ruhe gekommen. Jeder männliche Panz hatte einen guten Tipp – schließlich wurden die Phasen ungezähmt an die Anschlüsse des Verstärkers appliziert. Wer braucht schon Stecker? Läuft bei uns…
      08-img_1116
      ___ 
  • Parallel zu alledem: Schminken! Eine weitere brilliante Last-Minute-Idee – wir sollten zukünftig später mit der Vorbereitung beginnen, was uns in den letzten Stunden alles noch an Zielführendem einfällt, Donnerwetter! Und ein (hoffentlich erneutes) DANKE an die Claudia, per Einheirat mehrfach mit den Pänz verbunden und immer wieder spontan bereit, ihre Kunst uns angedeihen zu lassen.
    03-p1130321
    ___
  • In den verfügbaren Fotos unentschuldbar untergegangen aber ein unverzichtbarer Pfeiler aller Vorzugsvorbereitung: Die hervorragende Verpflegung! DANKE an die jungen Broichers für Kaffee & Co, für selbstgebackenen Zopf (!!!) und Marmelade und freien Zugang zum Kühlschrank und überhaupt! Und DANKE an die junggebliebenen Broichers für die ebenso traditionelle wie legendäre Suppe, die in diesem Jahr noch durch einen Kinderteller („Rote Nudeln“) ergänzt wurde.
    ___
  • Kurz nach Mittag tuckerte Treckerfahrer Rüdiger DANKEnswerterweise mit seinem kleinen grünen Deutz ins Basislager, nahm den Anhänger auf und es hieß: „…mer trecke op de Maat!“
    37-p1130497
    ___
  • Auf dem Markt erwarteten uns dann unsere Wagenengel: Eine verantwortunsgvolle Aufgabe, die die Azubis von Kubatec wieder mit viel Umsicht, aber ganz offensichtlich auch mit viel Spaß am Karneval übernommen hatten. DANKE Euch!
    ___
  • Dann zu zwei weiteren Engeln – jetzt aber auch ihrer Gestalt nach diesem Bilde eher entsprechend: Silvia und Judith – unsere Logistikfachkräfte! Diese beiden Damen legten mit Kisten voller Süßkram bepackt mindestens den doppelten Zugweg zurück – raus aus dem Bagagewagen, hin zu den Bollerwagen, Kisten leeren, zurück in den Bagagewagen. Und auf ein Neues. Was mir auffiel: Diese Arbeit lässt sich offensichtlich am besten mit dem Mitsingen des aktuellen Lieds aus unserer Musikanlage erledigen – auch Ihr zwei habt Spaß gemacht – DANKE & DANKE! Gerne wieder (und dann gibt es hoffentlich auch ein würdigeres Foto, aber Ihr seid halt schwer zu erwischen…).
    1-wagenengel
    ___
  • Und dann der Zug selbst. Sie wissen schon. Falls nicht, hier gibt’s Bilder:
  • An dieser Stelle auch ein herzliches DANKEschön an Ulla, André, Diana & Co für die vielen Bilder, die Ihr von uns gemacht und uns dann zur Verfügung gestellt habt!
    ___
  • Nach dem Zug noch einmal ein richtiger Rosenmontagsmonent: Zwischen Zugende und der Abschlussfeier beim „Pomp“ müssen wir uns i.a. ein wenig abtakeln, wir würden mit unseren Kostümen in manche Kneipe passen, nicht aber Rosenmontag nach dem Zug in die „Pomp“. Und so trifft man sich wieder im Basislager, verstaut den Anhänger, zieht die Kostüme aus, sitzt um den Esstisch, es ist plötzlich ganz still… das war’s.
    09-img_1137
    Tja, und wie war’s?!? Die Gesichter der Pänz sagen alles:
  • Zum Abschluss dann Wellness beim „Pompe Jupp“: Peter trinkt das einzige Kölsch (genauer: den einzigen Alkohol) des Jahres – der erste Schluck nach so einem Tag – unbezahlbar! Thomas ordert plattenweise Schnittchen, Sabina bekommt endlich das lang ersehnte Matjes-Brötchen, wir treffen andere Jecke, lassen den Zug Revue passieren, et wird jesunge, jedanz un jelaach. Schön war’s, bis nächstes Jahr!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.